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Foto: Astronomie

Deep Sky im Sternbild Dreieck - Galaxie NGC 672 und Balkenspiralgalaxie NGC 925

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Nur wenige Deep Sky Objekte finden Beobachter im Sternbild »Dreieck«. Doch die Wissenschaft nutzt die übersichtliche Region und widmet einigen der Objekte besondere langfristige Aufmerksamkeit. Trotz großer Entfernungen können mit Hilfe solcher Projekte die Expansion des Universums, das Verhalten von Galaxiengruppen sowie genauere Veränderungen zum Beispiel in Sternentstehungsgebieten oder der Nähe von Schwarzen Löchern erforscht werden.

Wechselwirkende Galaxie NGC 672 mit IC 1727

Beide Deep Sky Objekte befinden sich unter den Koordinaten des Sternbildes »Dreieck« und stehen nicht nur messbar, sondern inzwischen sichtbar in starker Wechselwirkung. Die dominierende, als stärker anziehende Balkenspiralgalaxie NGC 672 ist von der kleineren Galaxie IC 1727 ca. 88.000 Lichtjahre – das entspricht knapp ihrem eigenen Durchmesser – entfernt. Von der Erde trennen das Galaxienpaar dagegen 18 Millionen Lichtjahre.

Besonders deutlich kann am kleineren Deep Sky Objekt beobachtet werden, wie sich helle Sternassoziationen sowie breitflächige Staubspuren lösen und zu NGC 672 »flüchten«. Bei Untersuchungen beider Galaxien des Sternbildes »Dreieck« im Bereich der Radio-Wellenlängen des Lichts entdeckten die Astronomen ebenfalls einen großen Gasaustausch zwischen dem Galaxienpaar. Möglicherweise kann bei Langzeitstudien das Verschmelzen von Galaxien am Beispiel von NGC 672 und IC 1727 nun genauer erforscht werden.

Unter Hubbles »Auge«: Balkenspiralgalaxie NGC 925

»Face on«, also fast direkt von oben, kann man dieses Deep Sky Objekte im Sternbild »Dreieck« betrachten. Entdeckt wurde jener ferne Nebel von W. Herschel bereits im Jahr 1784. Die Balkenspiralgalaxie NGC 925 ist von der Erde 45 Millionen Lichtjahre entfernt und bereits mit 4 Zoll Teleskopen bei dunklem Himmel sichtbar. Amateurastronomen beschreiben die Ansicht von NGC 925 als fransig, oval und einer deutlichen Aufhellung zur Mitte hin.

Das Deep Sky Objekt NGC 925 wurde vom »Hubble Space Telescope Project« dafür ausgewählt, durch Langzeitbeobachtung die Hubble-Konstante zu bestimmen. Diese Konstante beobachtet den Zusammenhang zwischen der Entfernung eines Sternensystems, beispielsweise dieser Galaxie im Sternbild »Dreieck«, und der Fluchtgeschwindigkeit durch die Ausdehnung des Weltalls. Die Astronomen erhoffen sich davon Aufschluss über das exaktere Alter des uns bekannten Universums.


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