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Foto: Astronomie

Deep Sky im Sternbild Dreieck - Sternenwiegen in der Triangulum-Galaxie M33

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Die Deep Sky Objekte des nördlichen Sternbildes »Dreieck« haben es ordentlich »in sich«. Verschmelzungen zwischen Galaxien, Sternentstehung galaktischer Ausmaße, besonders massereiche Schwarze Löcher und andere Phänomene drängen sich zwischen den wenigen Sternen der kleinen Dreieckskonstellation. Uns relativ nahe gelegene »Sternenwiegen« sind beispielsweise die H-II-Regionen der »Triangulum-Galaxie« M33.

»Sternenwiegen«, Supernovaüberrest und Filamente im größeren Deep Sky Objekt

Beobachter des komplexen Deep Sky Objektes M33 sollten etwas mehr Zeit für diese Studie der besonderen Art im Sternbild »Dreieck« einplanen. Die Strukturen der Galaxie sind übersät mit verschiedenen Entstehungs- und Zerstörungsszenarien der letzten Millionen Jahre. Gleich mehrere H-II-Regionen sind so außergewöhnlich, dass jede von ihnen einen eigenen Eintrag im NGC-Katalog erhielt. Zwischen dem jeweiligen Umgebungsnebel sind in NGC 588, NGC 592 und NGC 595 bereits heiße Sternen»zöglinge« begehrtes Aufnahmeobjekt für die Kameras der Astrofotografen.

Die H-II-Region NGC 592 ist als Deep Sky Objekt wiederum in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Das Gebiet im Sternbild »Dreieck« liegt nahe dem Zentrum von M33 und besitzt zwei helle, relativ weit voneinander entfernte Kerne. Um jeden von ihnen liegt eine weiträumige, lichtschwache Filamentstruktur. Außerdem vermuten die Wissenschaftler im Randbereich der Region den (im Röntgenlicht) hellsten Supernovaüberrest, der bisher gemessen wurde.

Noch jünger, noch heißer und ebenfalls in M33: H-II-Region NGC 604

M33 ist eine »bis in die Spiralarm-Spitzen« bewegte Galaxie. In einem dieser Arme findet sich ein noch prominenteres Deep Sky Objekt – die »Sternenwiege« NGC 604. In keiner anderen Nachbargalaxie unserer Milchstraße wurde bisher eine größere Ansammlung solch junger und heißer Sterne gefunden wie in NGC 604 im Sternbild »Dreieck«. Dort finden solch gewaltige Energieumsetzungen statt, dass neben den »Jungen Blauen« im annähernd gleichen Zeitraum auch ebenso viele massereiche »Wolf-Rayet-Sterne« entstanden – Sterne, die durch starken Sternenwind bis zu 10 hoch minus 4 Sonnenmassen JÄHRLICH an ihre Umgebung abstoßen.

Auffällig sind weiterhin im Deep Sky Objekt NGC 604 komplexe Blasenstrukturen und Filamente. Sternenwinde, Supernova-Explosionen und die rasante Entwicklung junger, blauer Sterne wirbeln in dieser Gegend des Sternbilds »Dreieck« alle Gase, Nebel und Sterne regelrecht durcheinander. Viele der gemessenen und beobachteten Strukturen entstanden vor ca. 4 Millionen Jahren nahezu gleichzeitig. Dies und die hohe Energieumsetzung könnten ein Indiz für eine damals stattgefundene nahe Begegnung, Kollision oder Verschmelzung mit einem anderen Objekt in der Nähe von M33 sein.


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