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Foto: Astronomie

Deep Sky im Sternbild Fuhrmann - M36, M37, M38 und NGC 1664

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Wer mit bloßem Auge oder einfachen Ferngläsern Deep Sky Objekte im Sternbild »Fuhrmann« beobachten möchte, findet dort eine Reihe nebliger Fleckchen auf. Sie alle sind dichtere oder bereits stärker zerstreute offene Sternhaufen. Die hellsten von ihnen nahm bereits Charles Messier in seinen bis heute gültigen Messier-Katalog auf. Die wahre Sternhaufen-Natur offenbart sich gut mit starken Ferngläsern, deutlicher noch mit kleinen bis mittleren Teleskopen.

M 36, M 37 und M 38 – eindrucksvoll vor dem Band der Milchstraße

Es machte für die Entdecker der ersten Deep Sky Objekte durchaus Sinn, das ergiebige Band der Milchstraße für zahlreiche Neubeobachtungen zu nutzen. Auch im Sternbild »Fuhrmann«, dessen Koordinaten regelrecht auf dem Spiralarm »sitzen«, wimmelt es von markanten offenen Sternhaufen. Die eindrucksvollsten Objekte, M36, M37 und M38, beschrieb bereits der italienische Astronom G. B. Hodiena in seinen späten Lebensjahren um 1650.

Moderne Aufzeichnungen nennen für das Deep Sky Objekt M36 ca. 60 locker aneinander gebundene Sterne. Der optisch im Sternbild »Fuhrmann« gelegene Sternenverbund ist ca. 4.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und ähnelt in Ausdehnung und Sternverteilung den Plejaden. Noch eindrucksvoller zeigt sich der Sternhaufen M37. Ihm gehören mindestens 150 Sterne an. Schwieriger gestaltet sich die Beobachtung des offenen Sternhaufens M38. Er ist mit ca. 100 Mitgliedern zwar relativ groß und sogar etwas heller als M37. Doch erst im Teleskop offenbart sich der neblige Fleck als zusammengehörige Sternenstruktur.

Gute Suchhilfe rund um NGC 1664: Asterismus »The Kids«

Bei der besseren Auffindung weniger leuchtstarker Deep Sky Objekte hilft Beobachtern die westliche Kante des Sternbilds »Fuhrmann«. Dort bilden die Sterne Epsilon, Eta und Zeta Aurigae einen Asterismus, dem der eigenständige Name »The Kids« verliehen wurde. »The Kids« selbst ist kein Sternhaufen, dient jedoch als Orientierungshilfe für die blasseren, offenen Sternhaufen ganz in der Nähe. Südwestlich des Hauptsterns Capella kann die Konstellation in von Licht ungestörten Nächten schon mit bloßem Auge wahrgenommen werden. In lichtverschmutztem Beboachtungsgebiet hilft ein starkes Fernglas, die 3 Sterne finden.

Schwenkt man Fernglas oder Teleskop nach nordöstlich der Formation »The Kids«, findet man direkt westlich vom Stern »Epsilon Aurigae« (Almaaz –arabisch für »Ziegenbock«) ein wenig prominentes, doch interessantes Deep Sky Objekt. Der offene Sternhaufen NGC 1664 im Sternbild »Fuhrmann« besteht nicht aus gleichmäßig verteilten Sternen, sondern zeigt bereits bei kleiner Auflösung eine spiralförmige Sternverteilung.


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