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Foto: Astronomie

Deep Sky im Sternbild Jagdhunde - M 106 und NGC 4244

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Die leichteste Möglichkeit, Deep Sky Objekte aufzufinden und genauer zu betrachten, ist das systematische Absuchen des Himmels nach Sternbildkoordinaten. Je ausgedehnter hierbei die gewählten »Rahmenkoordinaten« sind, umso größer ist die Gefahr für Ungeübte, ähnlich helle Objekte zu verwechseln. Sehr übersichtlich wegen seiner schlichten Geometrie ist das Sternbild »Jagdhunde«. Besonders ergiebig sind dort Galaxiebeobachtungen nach dem Messier-Katalog.

Normal oder eigentümlich? Spiralgalaxie M 106

24 Millionen Lichtjahre von uns entfernt befindet sich das Deep Sky Objekt M106, eine Spiralgalaxie, die von einigen Beobachtern als SABbc-Typ (Form zwischen Spirale und Balkenspirale) beschrieben wird. Der Franzose Pierre Méchain entdeckte sie im Sommer 1781 unter den Koordinaten des Sternbildes »Jagdhunde«. Heutige Beobachter finden die Galaxie mit dem aktiven Kern unter der Rektaszension 12h 18m 57,54s und der Deklination +47° 18' 14,3".

Das Deep Sky Objekt M 106 befindet sich 24 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und bewegt sich im Sternbild »Jagdhunde« von uns fort. In der Nähe der Galaxie befinden sich die Ursa-Major-, der Coma-Sculptor- bzw. der Canes-Venatice-II-Galaxiengruppe. 1995 entdeckten Astronomen im Zentrum von M 106 ein massives zentrales Objekt, das einen Jet ausstößt. Die Spiralarme der Galaxie enden in blauen Knoten, die Forscher als junge Sternhaufen deuten. Noch weiter außerhalb liegt ein schwacher »Altarm« mit einem geschätzten Alter von mehreren hundert Millionen Jahren. Scheinbar sind die massiveren Sterne dort schon erloschen, und nur die übrigen Sterne »schaffen« noch ein Leuchten.

NGC 4244 - angesehen und wenig beachtet

Obwohl Edge-On-Galaxien zu den schönsten Deep Sky Objekten gehören, gibt es nur wenige Fotografien und noch weniger visuelle Berichte über deren Vertreterin NGC 4244 im Sternbild »Jagdhunde«. Galaxiefans beschreiben gute Beobachtungsergebnisse mit 13-Zöllern und eine Edge-On-Lage (hohe Schräglage im Bezug auf den erdgebundenen Blickwinkel). Dunkle Randbereiche und eine 1:10-Abplattung des Objektes sind deutlich erkennbar, während ein Kern (von aktiven Galaxiezentren bekannt) nicht zu sehen ist. Möglicherweise ist das Interesse an NGC 4244 eher mäßig, weil dort keine spektakulären Ereignisse, etwa Supernova-Explosionen, in der jüngeren Vergangenheit beobachtet wurden.


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