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Foto: Astronomie

Deep Sky im Sternbild Pegasus - Balkenspiralgalaxie NGC 7479 und NGC 7673

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Der Hengst im Olymp galt bereits zu seinen mystischen Ursprüngen als praktisch unzähmbar. Betrachtet man einige der Deep Sky Objekte in seinem Sternbild »Pegasus«, scheint der Mythos astronomische Wirklichkeit zu werden. Einige der Galaxien unter den nördlichen Koordinaten rasen aufeinander zu, verbiegen sich gegenseitig die Spiralarme oder sind aus dem Zentrum heraus von energiereichen Phänomenen durchdrungen. Was am Ort des Geschehens ganze Strukturen verzerrt und verändert, ist für irdische Beobachter ein faszinierendes interstellares Schauspiel.

Balkenspiralgalaxie NGC 7479

Auf astrofotografischen Aufnahmen wirkt dieses Deep Sky Objekt sehr langgezogen. Zu jeder Seite scheint ein »Balken« zu verwehen. Unter den Galaxien im Sternbild »Pegasus« gehört NGC 7479 den »Seyfert-Galaxien« an. Als Quelle der großen Helligkeit des Galaxiekerns vermuten die Astronomen supermassereiche Schwarze Löcher. Herschel, der Entdecker dieser Balkenspiralgalaxie, sah mit seinem Teleskop die Verteilung der Helligkeit und die Spiralarme gewiss viel undeutlicher, entdeckte dennoch dieses Objekt bereits 1984. Heutige Aufnahmen mit Amateur-Teleskopen zeigen seine Sicht auf NGC 7479.

Das eher lichtschwache Deep Sky Objekt befindet sich von der Erde ca. 105 Millionen Lichtjahre entfernt. Wie viele andere Galaxien im Sternbild »Pegasus« durchläuft auch NGC 7479 einen erstaunlich aktiven Entwicklungsprozess. So wurden 1990 und 2009 Supernovae in der Balkenspiralgalaxie beobachtet. Im hellen Kern und in den »staubig« wirkenden Galaxiearmen entstehen viele neue, heiße Sterne. Astronomen stellten bei ihren Untersuchungen fest, dass vor recht kurzer Zeit eine kleinere Fusion dort stattgefunden haben muss.

NGC 7673: Leuchtfeuer der Starbursts

Wesentlich intensiver als die eher kleine und blasse Seyfert-Galaxie strahlt ein weiteres Deep Sky Objekt im Sternbild »Pegasus«. Internationale Medien bezeichnen die Leuchtkraft der Spiralgalaxie als »Flammen« einer interstellaren »Kinderstube«. Mit 3 Farbfiltern (Rot, Grün, UV) erstellte das »Hubble-Weltraumteleskop« das Bild dieser Galaxie von (so die Medien) »zerlumptem Aussehen«. Die Wissenschaftler sehen in dem Glitzerobjekt viel spannendere Dinge vorgehen.

Kein vergleichbares Deep Sky Objekt ist so heiß wie NGC 7673. Millionen gigantische blaue Sterne beleuchten diesen Teil des Sternbildes »Pegasus« um 100 Mal heller als die hellsten Sternhaufen der Milchstraße. Nun versuchen die Astronomen herauszufinden, wodurch der Starburst ausgelöst wurde und wie sich NGC 7673 in den nächsten Jahrzehnten entwickelt. Derart massereiche Sterne durchlaufen für gewöhnlich einen aktiven Entwicklungsprozess, der bereits nach wenigen Millionen Jahren in einer Supernova endet.


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