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Foto: Astronomie

Deep Sky im Sternbild Stier - NGC 1746 und NGC 1647

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Spätestens seit dem technischen Sprung zu leistungsfähigen Teleskopen überschlugen sich die Entdeckungen und Beschreibungen, Kataloge und Analysen. Praktisch jeder Mathematiker, Philosoph und Astronom versuchte, immer tiefer und dichter in die Geheimnisse des Weltalls einzudringen.

Bei der Fülle an schier unbegrenzten Möglichkeiten kam es zwangsläufig nicht nur zu erstaunlichen Entdeckungen. Einige Konstellationen ähnelten zwar bekannten Vertretern einer Gruppe, erwiesen sich später jedoch als optische Täuschungen. Unter den Deep Sky Objekten des Sternbildes »Stier« findet sich ein solches typisches Beispiel.

Die Tücken des Zufalls bei der Beschreibung von NGC 1746

Als »Asterismen« bezeichnet die Wissenschaft zufällige Anordnungen von Sternen, die einem Deep Sky Objekt ähneln können, jedoch nicht in wirklichem räumlichem Zusammenhang stehen. Ein solches entdeckte und beschrieb 1863 der deutsch-dänische Astronom Heinrich Louis d’Arrest. Unter NGC 1746 wurde der vermeintliche offene Sternhaufen in den »New General Catalogue« angegeben.

Die auffällige Konstellation finden aufmerksame Beobachter unter der Rektaszension 05h 03,8m und der Deklination +23° 46' im Sternbild »Stier«. Eigentlich sind diese Angaben unrichtig. Zwar sind alle Sterne des Asterismus dort sichtbar. In Wirklichkeit liegen jedoch zwischen jedem einzelnen der Objekte einige, zwischen anderen sogar viele hunderte oder gar tausende von Lichtjahren.

Je weiter, je dunkler: Deep Sky Objekt NGC 1647

In der Nähe des Sterns Aldebaran und ebenso nah an den »Plejaden« bewegt sich ein junger, offener Sternhaufen durch das All. NGC 1647 ist 1.800 Lichtjahre von der Erde entfernt und erst geschätzte 150 Millionen Jahre alt. Wie das Sonnensystem gehört der Sternhaufen der Milchstraße an. Die Helligkeit dieses Deep Sky Objektes wird zusätzlich durch interstellare Extinktion (Lichttrübung durch interstellaren Staub) auf einen Wert von nur 6,4 mag vermindert.

Astronomen erhoffen sich spektakuläre Erkenntnisse über die Entwicklung leichter Sterne (unter einer halben Sonnenmasse). Sie analysieren derzeit ein Doppelsternsystem, bei dem zwei »Rote Zwerge« des Spektraltyps M sich umkreisen. Aus der gegenseitigen Bedeckung konnten inzwischen die Radien und die geringen Massen bestimmt werden.

Wer im Sternbild »Stier« Deep Sky Objekte beobachten möchte, findet NGC 1647 unter der Rektaszension 4h 45m 54s und der Deklination +19° 6'.


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