Der Messier-Katalog beschreibt für Astronomen sehr viele unterschiedliche Deep Sky Objekte. Bei seiner Suche ging der Kometenjäger Charles Messier akribisch vor. Er konzentrierte sich, soweit seine technischen Möglichkeiten dies zuließen, auf Sternbildpositionen.
Wilhelm Herschel durchsuchte alle bekannten Sternbild-Positionen ein weiteres Mal. Aus seinen Beobachtungen entstand der »New General Catalogue« (NGC), in dem die 110 Messier-Objekte auf ca. 7800 erweitert wurden. Einige davon gelten als Wiederentdeckungen und tragen zusätzlich die ältere Messier-Nummer.
Planetarischer Nebel NGC 7009
Südlich des »Pegasus« steht ein beinahe unscheinbares, doch sehr bekanntes Sternbild - der »Wassermann«. Charles Messier fand dort lediglich 3 Deep Sky-Objekte, allesamt Sternhaufen. Erst Herschel konzentrierte sich genauer auf einige Fleckchen, die ihm ungewöhnlich schienen. NGC 7009 erkannte er als Planetarischen Nebel.
Das Deep Sky- Objekt NGC 7009 ist kein besonders großer Nebel. Er findet sich im Sternbild »Wassermann« unter der Rektaszension 21h 04m 11s und der Deklination -11° 21' 48". Von der Erde ist er ca. 3.500 Lichtjahre entfernt und kann in lichtverschmutzten Gebieten fast gar nicht oder nur unter seltenen Nachtbedingungen aufgefunden werden.
In Teleskopen mit ca. 60 mm Öffnung zeigt sich eine Nebelform, die scheinbar von einer Ringstruktur (auch »Jets« genannt) umgeben ist. Daher rührt der Name »Saturnnebel«. Bei Beobachtungsverhältnissen ab 10" - 12" erkennen aufmerksame Beobachter genau im Zentrum des Nebels einen Zentralstern.
NGC 7184 - eine Spiralgalaxie
Dieses Deep Sky Objekt zeigt sich im Sternbild »Wassermann« als flache Scheibe mit einem sternenreichen Zentrum und zahlreichen, sehr ausgedehnten Spiralarmen. Der graue Fleck NGC 7184 kann bereits bei geringer Auflösung unter der Rektaszension 22h 02m 40s, Deklination -20° 48' 46" wahrgenommen werden.
Unter weiteren gefundenen Deep Sky Objekten dieser Art zählt NGC 7184 zu den eher großen. Immerhin dehnt sie sich mit 180.000 Lichtjahren doppelt so weit aus wie unsere Milchstraße. In ihren Spiralarmen gibt es zahlreiche »Kinderstuben«, also höchst aktive Sternentstehungsgebiete. Spektakulär war eine Supernova des Typs I, die im Jahr 1984 unter den Galaxiekoordinaten beobachtet wurde.