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Foto: Astronomie

Doppelsterne und Mehrfachsternsysteme im Sternbild Drache

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Vielleicht ist es Zufall, dass gleich sieben Sternensysteme zu den hellsten Sternen des Sternbildes »Drache« gehören. Wer mag, kann jedoch auch gerne annehmen, dass die Zahl in einem noch unbekannten Zusammenhang mit der mythologischen Geschichte des »Himmelswächters« steht. Schön an der Zahl ist für Amateurastronomen, dass die meisten Mehrfachsternsysteme schon mit Prismenferngläsern oder kleinen Teleskopen, einige selbst in lichtverschmutzter Gegend, beobachtet werden können.

Doppelsterne »Kin Yu« (Epsilon Draconis) und My Draconis (der »Tänzer«)

Das Sternensystem »Epsilon Draconis« trug früher den Sternennamen »Tyl« und wird in chinesischen Aufzeichnungen als »Kin Yu« (der Goldfisch) erwähnt. Im Fernrohr ab Objektivöffnungen von 10 cm erkennt man einen Doppelstern. Der lichtschwächere Stern des Mehrfachsternsystems in etwa 146 Lichtjahren Entfernung wird jedoch um fast 4 mag von seinem dominanten Partner überstrahlt.

Alrakis, der »Tänzer« oder My Draconis ist für irdische Beobachter als Sternensystem nicht leicht erkennbar. Mit Teleskopen ab 3 Zoll ist es allerdings möglich, die beiden Komponenten, die sich sehr nah umeinander bewegen, als Mehrfachsternsystem aufzulösen. Beide sonnenähnlichen Sterne umrunden einander in etwa 670 Jahren.

Mehrfachsternsysteme »Kuma« (Ny Draconis) und »Adh-Dhi’ban« (Psi Draconis)

Amateurastronomen können das Sternensystem Ny Draconis bereits mit dem Feldstecher in zwei Komponenten auflösen. Einer der Sterne, Ny Draconis A, wurde im Spektroskop weiter aufgelöst. Der erkannte, aber nicht visuell feststellbare Begleiter umrundet den größeren Stern in etwas über 38 Tagen. Die Hauptsterne A und B des Mehrfachsternsystems »Kuma« brauchen mehr als 44.000 Jahre, um einen gegenseitigen Umlauf zu vollenden.

Die »beiden Wölfe« oder »zwei Schakale« (Psi Draconis) gerieten als binäres Sternensystem (Vierfachsystem) in die Schlagzeilen. Die 2 Doppelsterne des Mehrfachsternsystems sind ähnlich hell. Die hellere der Komponenten zeigte 2008 Anzeichen dafür, dass er von einem Braunen Zwerg mit einer Umlaufzeit von knappen 9 Jahren begleitet werden könnte. Astronomen und Medien waren euphorisch in der Hoffnung, es könnte sich bei dem Stern um einen besonders großen Gasriesen handeln. Bisher wurde ein solcher Begleiter jedoch noch nicht bestätigt.


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