Wahrscheinlich hätten wir inzwischen 13 und mehr Planeten, gäbe es nicht seit 2006 die neue Planetendefinition. Seit diesem Tag sind Pluto und weitere vergleichbare Objekte als Zwergplaneten des Sonnensystems eingestuft. Er und weitere 4 sind die größten Himmelskörper, die im Kuiper-Gürtel bisher entdeckt und zum Teil untersucht wurden. Obwohl sie zu klein, teils unförmig sind und in ihrem Teil des Sonnensystems keine frei geräumte Umgebung besitzen, sind die Astronomen neugierig darauf, jene Zwergplaneten gründlich zu erforschen.
Die Entdecker des neuen Zwergplaneten des Sonnensystems beschlossen, ihren Himmelskörper im Kuiper-Gürtel während der Forschungsarbeit vorläufig »Easterbunny« zu nennen, weil sie ihn gerade zur Osterzeit 2005 entdeckten. Im Sommer 2005 trug er schon die provisorische Bezeichnung 2005 FY9. Auf den ordentlichen Namen (136472) Makemake wurde er erst 3 Jahre später getauft.
Da galt das Objekt schon über einen Monat nicht mehr als Zwergplanet des Sonnensystems, sondern ist fortan als »Plutoid« Mitglied einer Unterkategorie von Zwergplaneten. (136472) Makemake ist nahezu kugelförmig und viel größer als beispielsweise der Zwergplanet Ceres, doch dunkler als + 1 mag. Ob er sich im »hydrostatischen Gleichgewicht« (wie zum Beispiel alle Planeten) befindet, ist noch unerforscht. Auch weitere bisherige Messungen solch großer Objekte des Kuiper-Gürtels bleiben vorläufig ungefähre Angaben, viele optische Feststellungen können lediglich Schätzungen zum Zwergplaneten abgeben.
Spärliche Daten und wissenschaftliche Fragen:
Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung galt (136472) Makemake als einer von insgesamt 4 »echten« Zwergplaneten des Sonnensystems. Mit einem geschätzten Durchmesser von 1.800 km sind der heutige Plutoid sowie die Zwergplaneten Pluto, Haumea und Eris die größten bisher entdeckten Objekte des Kuiper-Gürtels. Noch ist nicht bekannt, wieso sich (136472) Makemake mit einer Bahnneigung gegen die Ekliptik von 29° und derart elliptisch um die Sonne bewegt. In 309 Jahre eines einzigen Umlaufs bleibt den Astronomen vielleicht genügend Zeit, dies herauszufinden oder eine plausible Theorie darüber zu entwickeln.