Zuleitungen, Widerstände und die Batterien der Fangspiegelheizung müssen nicht zwangsläufig im Dobson-Teleskop isoliert werden. Dennoch gab der letzte Artikel einen Tipp zur Herstellung eines solchen Schutzes. Zu empfehlen ist diese Option in Gegenden, wo dauerhaft mit extremen Nachtbedingungen zu rechnen ist. Das Glas des Fangspiegels leitet in der Praxis ohnehin den größeren Teil der abgegebenen Wärme nicht vom Hut weg, sondern in die Fläche des Fangspiegels hinein – wo sie auch gebraucht wird. Der nächste effektive Schutz der Hutelemente ist eine Hutblende.
Hutblende planen und vorbereiten
Fast bei jedem Dobson-Teleskop schützt eine großzügige Blende den Hut. Großzügig bedeutet bei der Herstellung jedoch nicht automatisch großflächig. Wind beeinträchtigt Beobachtungen, je größere Angriffsflächen er bekommt. Daher baut man entweder eine gut angepasste Hutblende, oder man bringt auf der Spinne und direkt über dem Fangspiegel im Hut eine weitere, entsprechend angepasste Blende auf.
Als Maß der Hutblende am Dobson-Teleskop gilt, dass bei Betrachtung vom Sichtwinkel der Okular-Feldblende nirgendwo die Hutblende zu sehen sein darf. Zur Herstellung eignet sich stabile PE-Folie, wie sie im Gartenbau als Verglasungsmaterial verwendet und in Baumärkten angeboten wird. 0,8 bis 1,2 mm sind flexibel genug bei ausreichender Stabilität. Je schlechter die Beobachtungsbedingungen voraussichtlich sind, umso größer sollte die Hutblende gearbeitet werden. Besonders in der direkten Nähe von Lampen ist dies als Streulichtschutz am Hut ratsam.
Herstellung und Befestigung am Hut
Die Maße hängen vom jeweiligen Dobson-Teleskop ab. Die vorgeschnittene Folie fixiert man auf einer ebenen Fläche, zum Beispiel einem Brett. Als nächster Schritt der Herstellung lackiert man die Folien-Innenseite schwarz. Als wetterfester, gut tönender Blendschutz eignet sich Abtönfarbe. Nicht jede Farbe eignet sich für jede PE-Qualität der Hutblende. Da der Hut später rauen Außenbedingungen ausgesetzt ist, lackiert man in 2 Durchgängen für Langlebigkeit der Farbschichtaufträge.
Je nachdem, aus welchem Material der Hut des Dobson-Teleskops gearbeitet ist, befestigt man die fertige Hutblende mit Druckknöpfen am Hut. Zur Herstellung einer jederzeit lösbaren und gleichzeitig stabilen Verbindung drückt man mit einem Nieter eine Knopfhälfte an die entsprechenden Stellen der Hutblende. Die Gegenstücke schraubt man mit Blindnieten an den Aluminiumring des Hutes.
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