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Foto: Astronomie

Kugelsternhaufen M9, M10 und M12 im Sternbild Schlangenträger

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Gute Beobachtungserfolge sind Hobbyastronomen sicher, wenn sie sich auf das Sternbild »Schlangenträger« konzentrieren. In dieser Richtung finden sich einige hoch interessante Kugelsternhaufen. Die meisten von ihnen sind so hell und derartig deutlich strukturiert, dass sie schon mit guten Ferngläsern betrachtet werden können.

M9 ist eines der ersten Deep Sky Objekte im Messier-Katalog. Der offene Kugelsternhaufen ist unter NGC 6333 auch im New Generale Catalogue gelistet. M9 befindet sich etwa 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Mit einer Konzentration von VIII ist er ein eher lockerer, nicht besonders heller Sternhaufen weiter im Innern unserer Milchstraße. Beobachter beschreiben ein abgeschwächtes Licht im Norden und Westen des Sternhaufens. Interstellarer Staub von der Kante eines Dunkelnebelfleckens schwächt die Leuchtkraft deutlich ab. Hobbyastronomen finden das leicht ovale M9 Objekt unter folgender Position: Rektaszension: 17h 19m 12s / Deklination: -18° 30' 60" (Sternbild »Schlangenträger«).

Ein weiterer Kugelsternhaufen mit der NGC Nr. 6254 ist M10 (Sternbild »Schlangenträger«). Verglichen mit M9 ist er näher (14.300 Lichtjahre), heller und kompakter und ebenfalls weiter im Zentrum unserer Galaxie. Um ein sehr helles, aber kleines Sternenzentrum in beschriebener Birnenform scharen sich verstreut die Randsterne des Haufens als mittelmäßig helle Knoten. M 10 finden Sie unter den Rektaszensions - Koordinaten 16h 57m 9s bei einer Deklination von -04° 5' 60";.

M 12 »Losing Stars to the Milky Way«

Während M9 und M10 sich unterschiedlich schnell von der Erde entfernen, scheint M12 (NGC Nummer 6218, ebenfalls Sternbild »Schlangenträger«) auf uns zuzurasen. Er könnte leicht mit M10 verwechselt werden, ist jedoch lockerer, dunkler und etwas größer als sein scheinbarer Zwilling. Astronomen entdecken ihn unter der Rektaszension 16h 47m 15s und der Deklination -1° 56' 50". Eine M12-Fotografie der ESA gibt einer spektakulären M12-Farbaufnahme den trefflichen Untertitel: »Losing stars to the Milky Way«. Tatsächlich hat der Sternhaufen bei seinen inzwischen mehrfachen Passagen durch die Milchstraße 4/5 seiner Gesamtsternzahl, mindestens ein paar Millionen, eingebüßt und zählt inzwischen fast schon zu den offenen Sternhaufen.

Grundvoraussetzung für alle hier genannten Objektforschungen ist ein möglichst »lichtsauberer« Beobachtungsbereich. In Städten oder in der Nähe von Ballungs- und Gewerbezentren werden die Objekte aufgrund der zunehmenden Lichtverschmutzung häufig übersehen.

Zum zweiten Teil: DeepSky Objekte im Schlangenträger - Teil 2


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