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Foto: Astronomie

Monde im Sonnensystem - Der Erdmond

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Während alle Planeten des Sonnensystems mehrere Begleiter auf ihrem eigenen Weg um die Sonne haben, umrundet uns nur ein einziger Mond. Das Ende der erdgebundenen Weltraumforschung hinterließ die ersten Spuren der menschlichen Zivilisation auf seinem schrundigen Grund. Die erste Erforschung außerirdischen Materials stammt aus seinem Staub. Obwohl die Astronomie seither sprunghafte Fortschritte macht, überrascht er uns auch im Jahr 2011 mit neuen Erkenntnissen.

Wie viele »Tränen« hat der Mond?

Dass viele Himmelskörper, unter ihnen auch Monde um die äußeren Planeten des Sonnensystems, Wasser in gefrorenem Zustand enthalten, ist seit vielen Jahren bekannt. Auch Proben geschmolzenen Mondgesteins von der bemannten »Apollo 17«-Mission (1972) offenbarten große Ähnlichkeiten zwischen unserem Mond und der Erde. Zum Beispiel erstellten Astronomen aufgrund erster Untersuchungsergebnissen eine These, das Magmagestein des Mondes sei nicht staubtrocken, sondern enthielte ebenso viel Wasser wie die Erdkruste. Jüngere Erkenntnisse bewiesen nun diese Theorie.

Fieberhaft wurde auf Asteroiden, Planetoiden und Planeten des Sonnensystems weiter nach Indizien für die Existenz von Wasser, in welcher Form auch immer, geforscht. Entsprechend sensationell war die Bekanntgabe der NASA gegen Ende 2009, am Südpol des Mondes gäbe es gefrorenes Wasser. Nur wenige Monate später entdeckten die Astronomen auch am Nordpol erhebliche Wasservorkommen. Diese Mitteilung widerlegte die bis dorthin vermeintliche Erkenntnis vom trockenen Mond. Außerdem endeten mit der Untersuchung der Gesteinsproben Spekulationen, Mond und die Erde hätten einen unterschiedlichen Ursprung.

Thesen vs. Widersprüche

Unter den Theorien zur Entstehung der Planeten des Sonnensystems bastelten die Astronomen auch an einer, die den Verbund zwischen Erde und Mond erklären sollte. Populär in den siebziger Jahren war die Annahme, vor ca. 4,5 Milliarden Jahren habe eine Kollision den Mond von der Erde abgesprengt. Dabei sei enorme Hitze entstanden, woraufhin sämtliches Wasser des Gesteinsrestes verdampfte. Die Gravitation des größeren Kollisionssplitters, der Erde, habe den kleinen »Brocken« in ihrer Umlaufbahn festgehalten, und so sei der Mond seit damals unser Begleiter geblieben. Ein Teil dieser Theorie könnte sich auch zukünftig als wahr erweisen. Doch wegen der neuesten Erkenntnisse zu den unerklärten Wasservorkommen müssen vielleicht Simulationen oder weitere Labortests eine bessere Entstehungstheorie finden.


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