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Foto: NASA, Gemeinfrei

Neptunmond Triton: Einzigartig und ursprünglich namenlos

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Seit weit draußen neue Planeten des Sonnensystems entdeckt wurden, führten die Astronomen die »Titius-Bode-Reihe« sinnvoll fort und fanden perfekt die nächsten Vertreter nach Keplers »Harmonie des Himmels«. 1846 wurde das Geheimnis einer Bahnstörung des Uranus gelüftet – und der kleinste Gasriese Neptun entdeckt. Seine Erforschung passte genau zu den bis dorthin gefundenen Erkenntnissen über seine größeren Nachbarn. Wie sie zeigt er – unter den richtigen technischen Voraussetzungen - ein dunkles, feines Ringsystem und »schmückt« sich mit einer Vielzahl von Monden.

Der Bierbrauer William Lassell widmete sich in seiner Freizeit als Amateurastronom der Erforschung der Planeten des Sonnensystems. Johann Herschel regte ihn im Herbst 1846 in einem Brief dazu an, sich mit dem Orbit und der näheren Umgebung des frisch entdeckten Neptuns zu beschäftigen. Lassell fand prompt nach einer Woche den ersten, größten Mond Triton. Ein Name wurde für den Begleiter erst 1880 vorgeschlagen. Als offizielle Bezeichnung verwendet wurde dieser erst im 20. Jahrhundert.

Wie der Erdmond sich zur Erde in gebundener Rotation bewegt, so umläuft dieser natürliche Satellit seinen Planeten des Sonnensystems, indem er ihm stets die gleiche Seite zuwendet. Für seine Bewegung um den Gasriesen ist der Mond – nach gültigen physikalischen Maßstäben – zu groß, zu nah und seitenverkehrt. Er umrundet Neptun retrograd (rückläufig). Bereits heute nähert sich die Mondbahn der »Roche-Grenze« (Stabilitätsfaktoren des Mondes, bezogen auf die Gravitationskräfte des Planeten) in bedenklich niedrigem Abstand. Triton wird, bewegt er sich so weiter, in geschätzten 100 Millionen Jahren die Zerreißprobe verlieren und sich in kleinen Splittern zu einem Teil des Ringsystems wandeln.

Herkunft des nahen Mondes:
In solch sonnenfernen Regionen herrscht auf den Planeten des Sonnensystems sowie auf ihren Monden Eiseskälte. Auf Triton wurde mit Minus 237,6 °C die kälteste Oberflächentemperatur von allen bisher erforschten Objekten des Sonnensystems gemessen. Tritons physikalische Eigenschaften ähneln stark denen der Objekte des Kuiper-Gürtels. Die Astronomen vermuten, Neptuns Gravitationskräfte fingen den »Brocken« vor langer Zeit von dort ein. Künftige Forschungsmissionen werden wahrscheinlich starke Ähnlichkeiten zu Pluto, dem Plutomond Charon und anderen Kuiper-Gürtel – Objekten feststellen.


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