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Planeten - alte und neue Begriffserklärung

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Was ein Planet ist und welches Objekt keiner, ist seit den Anfängen der astronomischen Forschungen ein ständiges Diskussionsthema. Die moderne Wissenschaft hat sich erst 2006 auf einige klare Kriterien geeinigt.

Der Begriff Planet wurde auf einer Konferenz 2006 neu festgelegt, um der Menge an Neuentdeckungen Rechnung zu tragen. Demnach kreist ein Planet auf einer stabilen Bahn um die Sonne, ist schwer genug, um seine Kugelform zu erhalten (hydrostatisches Gleichgewicht) und hat während seiner Umläufe die Bahnumgebung bereinigt.

Bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts galt das geozentrische Weltbild als allgemeingültig. Die Erde war das Zentrum der Welt. Alle Planeten, auch die Sonne, umkreisten sie. Bekannt waren damals nur Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter und Saturn.

Alle Anstrengungen, die widersprüchlichen Berechnungen des alten Weltbildes durch erdachte Bahnschleifen und komplizierte Formeln in Einklang zu bringen, blieben erfolglos. Schließlich gingen die Astronomen zum heliozentrischen Weltbild über. Die Bahnbewegungen neu entdeckter Himmelskörper bestätigten die Forschungsergebnisse.

Innere und äußere Planetengruppen

Allgemein bekannt und wissenschaftlich anerkannt sind derzeit die Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Sie werden nach ihrer Grundstruktur in verschiedene Gruppen eingeteilt.

Merkur, Venus und Mars gehören zu den erdähnlichen (felsigen) Planeten bzw. zur inneren Planetengruppe. Ihre Geologie ähnelt der Erde. Die Science-Fiction-Literatur unterstellt Planeten dieser Gruppierung gern eine theoretisch lebensfreundliche Atmosphäre.

In der äußeren Planetengruppe bewegen sich die jovianischen oder Gasplaneten Jupiter und Saturn sowie die Gasriesen Uranus und Neptun. Nur der Kern dieser Giganten ist aufgrund des immensen Gravitationsdrucks fest - darum rotieren hauptsächlich leichte Gase. Die Rotation der Gasplaneten wird von Ringsystemen und meist mehreren natürlichen Satelliten begleitet.

Moderne Forschungsmethoden führen zu einer Flut an neu entdeckten Himmelskörpern zwischen der Sonne und dem Rand unseres Sonnensystems. Vielen Objekten wird der Planetenstatus nicht zuerkannt, um die gültigen Modelle übersichtlicher zu klassifizieren. Stattdessen werden sie derzeit als Zwergplaneten katalogisiert. Die Diskussionen zu Status und Definition sind weiterhin nicht abgeschlossen.


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