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Foto: Astronomie

Sonnenaktivität Teil 1 - Sonnenforschung

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Stünden wir auf einem Exoplaneten, wäre die Sonne nicht mehr als ein Pünktchen zwischen vielen am Nachthimmel. Besonders auffallen würde sie uns nicht. Denn als Hauptreihenstern gehört sie trotz ihrer 5.778 K zu »kühleren« und kleinen Sternen. Doch für uns auf der Erde ist sie sehr viel mehr. Ihre Strahlung setzte vor Urzeiten jene Prozesse in Gang, die sich in der Evolution, in einer komplizierten Entwicklung der Biosphäre unseres Planeten fortsetzten. Die über 4,5 Milliarden alte Sonne, die unser Leben ermöglicht, wurde schon seit Menschengedenken verehrt und gefürchtet.

Neugier auf Kosten der Gesundheit – historische Sonnenforschung

Astronomen vor 1616 war eine vage Betrachtung der Sonne nur bei Sonnenauf- und -untergang sowie zu Sonnenfinsternissen möglich. Jeder direkte Blick in die taghelle Scheibe führte zur Erblindung. Glasscheiben, mit Ruß geschwärzt, waren die ersten Versuche einer ungefährlichen Sonnenstudie von der Erde aus. Seit Beginn der Himmelsforschung wuchs das Bedürfnis mit den Jahrhunderten immer stärker, jenen Stern zu ergründen, der uns wärmte oder Leben und Felder versengte.

Viele Astronomen erblindeten für ihre Neugier auch noch beim Studium der Sonne durch die ersten Fernrohre. Doch der Wissensdurst ermüdete nie. Mit immer präziseren Teleskopen wurden auch immer speziellere Sonnenfilter entwickelt. Inzwischen wissen wir unglaublich viel über den Aufbau, die chemischen und energetischen Prozesse im, auf und um dem brodelnden Stern. Doch die Frage nach ihrem Fluch oder Segen für das Leben auf der Erde ist auch 2012 noch nicht vollständig beantwortet.

»Kocht« die Sonne »über«?

Mit zunehmender Kenntnis über die Prozesse, die aus der Sonnenmaterie ein solches Inferno machen, wurde auch klar, dass es einem Wunder gleicht, wenn das ausgeworfene Material der Sonne nicht die Erde regelmäßig verstrahlt. Zur Sonnenforschung gesellte sich das intensive Studium der irdischen Schutzmechanismen. Aufatmen ging zunächst durch die wissenschaftlichen Reihen – unser Erdmagnetfeld hält wie ein unsichtbarer Schutzschirm das gefährliche Plasma der Sonnenstürme vom irdischen Leben fern. Doch die mit modernen wissenschaftlichen Methoden mögliche Rekonstruktion früherer Sonnenaktivitäten besorgt Forscher und Medien.

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts »kocht« die Sonne so heftig wie zuletzt vor über 8.000 Jahren. Ob die Forscher gerade einen weiteren Sonnenzyklus entdeckt haben oder die Sonne sich zur Gefahr für die Erde entwickelt, zeigen erst weitere Forschungen. Besonderes Medieninteresse wecken Sonnenstürme, die bereits mehrfach irdische Elektronik lahmlegten und Polarlichter weltweit aufleuchten ließen. Eine mögliche Gefahr für Leib und Leben verneinen sämtliche bisherigen Berichte.


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