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Foto: Astronomie

Sonnenfilter - Entdeckung bis zur Sonnenfilterfolie für Teleskope

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Nicht nur in der Nacht bietet der Sternenhimmel unendliche Beobachtungsmöglichkeiten. Ebenso wie die »kühlen« Planeten haben Sterne eine Oberfläche, verändern sich dort und bis ins Innerste. Das große Handicap für Menschen ist bei diesem Teil der Astronomie unser Augenlicht. Viele frühere Astronomen bezahlten ihren Wissensdurst sehr abrupt oder allmählich mit lebenslangen Sehschäden oder völliger Erblindung. Dennoch oder gerade deshalb feilten ihre Kollegen an Möglichkeiten, auch bei Tag mit Teleskopen unser Zentralgestirn zu erforschen. Sonnenfilter brachten schließlich den ersehnten Fortschritt.

Sonnenfilter im Wandel der Zeit

Die Anfänge der Sonnenerforschung beschränkten sich auf das Studium von Protuberanzen während einer Sonnenfinsternis. Erst 1930 erfand der französische Astronom Bernard Lyot den Koronographen, der eine Sonnenfinsternis künstlich erzeugte. 1933 wurde ein erster Filter entwickelt und nach ihm benannt: der »Lyot-Filter«. Plötzlich waren die Wissenschaftler zur dauerhaften Tagesforschung in der Lage. Die Bildqualität derartiger Ergänzungen an Teleskopen war nach heutigem Verständnis mangelhaft. Durch den Sonnenfilter sah man immerhin unser Zentralgestirn deutlicher als je zuvor.

Beim »Lyot-Filter« (oder Polarisations-Interferenzfilter) wurden gekreuzte Polarisatoren, doppelbrechende Plättchen bzw. Quarz- oder Kalkspatstäbe in bis zu 9 exakt ausgemessenen Schichten kombiniert. Für die Benutzung auf Teleskopen in der Amateurastronomie war der Preis dieser Sonnenfilter indiskutabel. Nur 2 Hersteller, Firma »Halle« (Berlin) und Firma »Zeiss« (Oberkochen) belieferten für mehrere hundert Mark pro Stück professionelle Sternwarten und zahlungskräftige astronomische Institute.

Der »Lyot-Filter« wurde in verschiedensten Variationen weiterentwickelt. Spezielles Glas für Teleskope besitzt ebenfalls polarisierende, brechende und schützende Eigenschaften. Für die Amateurastronomie sind Sonnenfilter in Form von Folien erstens erschwinglicher und zweitens perfekt, da sie jedem Selbstbauteleskop beliebig angepasst werden können.

Sonnenbeobachtung zum Niedrigstpreis - Sonnenfilter als Brille oder Zubehör

Perfekter Sonnenschutz zu astronomischen Zwecken ist für jedes Teleskop oder Feldstecher CE-geprüfte Sonnenfilterfolie. Der Filterfaktor 100.000 schützt den Blick beim Anblick der Sonne. Diese beiden Kriterien müssen auf jedem Produkt gekennzeichnet sein. Häufig wird ungeeignete Folienqualität als tauglich gepriesen - bei »schwarzen Schafen« gar mit dem Hinweis, man »...könne die Folie ja doppelt legen ...«. Dringlicher Hinweis an Einsteiger: Verlassen Sie sich niemals auf eine solch unsinnige Aussage, Ihr Augenlicht hängt davon ab!

Wer ein Teleskop nicht selbst basteln oder eine Sonnenfilterfolie darauf anpassen möchte, kann eine Sonnenfinsternisbrille der beschriebenen Qualität benutzen. Für die Anfänge der Tagbeobachtung reicht diese minimale Erstausgabe aus.

Eine Fortsetzung des Artikels beschreibt die Möglichkeiten zum Selbstbau von Sonnenfiltern.


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