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Foto: Astronomie

Was Teleskope sind und was sie können

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Der Grundbegriff Teleskop ist so alt wie simpel. Früher nannte man jede Vorrichtung, mit der man entfernte Objekte und Vorgänge beobachten konnte, Fernrohr. Das ähnelte dem eigentlichen Begriff aus dem Altgriechischen: "tele" (fern) und "skopein" (beobachten).

Mit Teleskopen werden elektromagnetische Wellen zu meist astronomischen Forschungszwecken gesammelt und gebündelt. Weit entfernte Objekte, ob riesige wie Galaxien oder winzige wie Asteroiden, schwache Signale von Sternen und schwarzen Löchern und ebenso ganz nahe wie der Mond können immer genauer untersucht werden.

Am gebräuchlichsten ist das Radioteleskop, spätestens aus Science-Fiction-Filmen der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts für seine gigantischen Signalschirme und die eindrucksvolle Drehmechanik bekannt. Wie ein Spiegel sammeln Radioteleskope Schallwellen aus dem All. Die Signale leiten sie an Computer weiter. Durch die Signalausrichtung mehrerer solcher Teleskope können auch Wellen empfangen werden, die sich am Empfangsbereich vorüber bewegen (z.B. Kometen oder Asteroiden auf ihrer Bahn).

Winzige Materie (z.B. Neutrinos) wird mit speziellen Teleskopen beobachtet, den Neutrinoteleskopen. Hierfür müssen die Geräte nicht besonders weit "sehen". Stattdessen fangen sie jede noch so schwache Welle auf und leiten sie zur Auswertung weiter.

Historisches zur Entwicklung von Teleskopen

Als Erfinder des Teleskops gilt der deutsch-niederländische Brillenmacher und Erfinder Hans Lipperhey. Als Jahr der ersten Anwendung wird 1608 benannt. Immerhin genügte die Reichweite dieser ersten, sehr einfachen Vorrichtung, um Sonnenflecken zu beobachten.

Der erste Wissenschaftler, der allen religiösen Anschauungen zum Trotz Lipperheys Teleskope zum Beweis seiner astronomischen Theorien nutzte, war Galileo Galilei. Seine Behauptungen und Entdeckungen lösten die weltweit erste astronomische Forschungsreihe aus.

Ohne die ständige Verfeinerung der Teleskoptechnik wäre moderne Astronomie nicht denkbar. Ebenso profitiert von neuestem Zubehör die Hobbyastronomie. Inzwischen sind die meisten technischen Neuerungen nicht allein der Wissenschaft zugänglich.

Die Entwicklung von Teleskopen schreitet immer rascher voran. Inzwischen werden ganz vielfältige Koppelungen, Spiegelungen und Wellenempfänger in modernen Observatorien verknüpft. Nur kurz erwähnt sei hier die Rotlichtastronomie. Sie ermöglicht ganz spektakuläre Neuentdeckungen im Sichtbereich der Infrarotstrahlung.


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