Sonne pur-
und das tagelang Ende September und Anfang Oktober. Dazu ein langes Wochenende- also Zeit genug um mal wieder zu unserer Sonne zu schauen.
Als ich den SM60 auf das Teleskop gesetzt hatte und einen ersten Blick warf, kam sofort der Wunsch auf, diesen Anblick auch wieder fotografisch festzuhalten. Also Rechner ins Freie geholt, Kamera angesetzt und den Fokus gesucht.
Grummel- jede Menge Dreck auf dem Chip, also erst mal reinigen und dann ein neuer Versuch. Alle Staubkörner habe ich nicht erwischt, aber der Rest war mir erst mal egal, beim Stacken der Videoclips rechnen sich die kleinen störenden Punkte häufig fast komplett heraus- dank dem Gewabbere, das man tagsüber zwangsläufig immer hat.
Hier einige Bilder zu sehen, aufgenommen am 1. und am 2. Oktober und dazu ein einer von den Videoclips aus denen diese Bilder mit Avistack2 erzeugt werden.
Im Ablauf dieses Videos ist gut die Auswirkung des Seeings zu erkennen- die Sonnenoberfläche wabbert richtig.
Das zweite Video ist eine Animation, die von Ronald Stenzel freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.
Die Daten hierzu:
19 Videos im Abstand von je 6min aufgenommen (mit je 800 Einzelbildern)- daraus wurden gemittelte Einzelbilder erzeugt und diese zu einer Animation verarbeitet.
Refraktor: Skywatcher ED 80/600 + 2x Barlow
Filter: Solarmax 60 + BF15
Kamera: DMK 41/USB
1.10.2011, 14.16Uhr bis 16.07Uhr MESZ Dresden / Germany
Vielleicht findet der Eine oder Andere ja Gefallen daran- und versucht sich selbst mal mit Weißlichtaufnahmen (Filterfolie oder Herschelkeil) oder denkt über den Einstieg im h-alpha Bereich nach.
Eine kleine aktive Region am Sonnenrand zeigte sich mit Bewegung- über realtiv kurze Zeit entstanden Plasmaspritzer die sich entlang von Magnetfeldlinien von der Oberfläche abstreckten und dann wieder verschwanden
Video: Sonnenprotuberanz im Oktober 2011